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Kanti Wattwil

Philosophie

Philosophie als Orientierungs- und Dachwissenschaft vernetzt und eröffnet Bezüge zwischen wissenschaftlichen Disziplinen, Gesellschaft, Kultur und Lebenswelten ohne einzelwissenschaftliche Grenzen.

Philosophie als Metawissenschaft

Bildung hat sich mehr und mehr Nützlichkeitsüberlegungen und dem Zeitgeist zu fügen.

Philosophie ist als Zeitkritik und Stärkung dessen, was Voraussetzung von Demokratie, Selbstbestimmung, Mündigkeit ausmacht, zwingend: Denn sie zeigt auf, dass Bildung, statt angepasst und instrumentalisiert zu werden, Risiko bleiben muss – in allen Disziplinen.

 

Lehrplan

Philosophie als Auftrag

Im Dritten Reich soll die kleine Figur des „Lesenden Klosterschülers“ Barlachs verboten werden, weil sie in ihrer scheinbaren Schlichtheit anarchisch ist: Sie fordert zu konzentriertem, aufmerksamem und höchst kritischem Lesen auf und lässt sich hierbei nicht vereinnahmen:

Philosophie hat die Aufgabe nicht Sprachrohr von Interessen zu sein, sondern, indem sie unabhängig bleibt, lernt, zwischen den Zeilen zu lesen, Sand im Getriebe des Akzeptierten, Selbstverständlichen zu sein.

Philosophische Tools

Die Glaskugel steht für philosophische Tools und Werkzeuge, die neue Perspektiven auf Welt, Kultur, Gesellschaft und vor allem auf den Menschen selbst eröffnen, wenn er diese Tools in die Hand nimmt und umsetzt.

Philosophische Tools sind nicht trockene Theorie: Sie ermöglichen, Wahrnehmung und das Wahrgenommene selbst zu interpretieren.

Medienphilosophie

Zeigt uns das Bild einen realen Attentäter oder einen Helden unzählig konsumierter Thriller? Sind Medien „message“ oder „massage“ (McLuhan)?

Medien – Bild, Film, Ton, Schrift – vermitteln und kommentieren nicht nur Realität, sondern (er)schaffen sie.

Medienphilosophie und -ästhetik untersuchen die Inszenierungen von Realität, ihre Indienstnahme und die Auswirkungen dieser Inszenierungen auf unser Denken, Handeln und Fühlen.

Philosophische Kulturkritik

Eine wirtschaftliche Lebensader – hier eine Ölpipeline – greift massiv in Lebensadern anderer Kulturen ein.

Philosophische Kulturkritik sensibilisiert unsere Verantwortung, indem sie den Blick auf unhinterfragte Voraussetzungen unseres Alltags richtet, nach dem Preis unserer Zivilisation fragt und Stereotypisierungen problematisiert.

Philosophie als Lebensgestaltung und -wahl

Neo wählt in „Matrix“ eine der beiden Pillen und setzt damit auf eine von zwei Lebensgestaltungen: Beruhigung oder Risiko.

Philosophie sprengt das Entweder-Oder solcher Entscheidungen und bietet spannende Lebensgestaltungen in überraschender Vielfalt. Hierzu bedarf es keiner Pillen, sondern des Mutes, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen: „Sapere aude!“

Lehrpersonen

Eugster Roger

roger.eugster[at]kantiwattwil.ch

Fachschaftsvorsitzender

Tscholl Georg

georg.tscholl[at]kantiwattwil.ch